Ausbildungsvorbereitung Internetkompetenz Projektziele

Projekt "Internetkompetenz für benachteiligte Jugendliche"

Projektziele: Von der additiven zur integrierten Mediennutzung

Ziel des für die Dauer von drei Jahren durch das BMBF geförderten Projektes "Internetkompetenz für benachteiligte Jugendliche" war es, über die Vermittlung von Medienkompetenzen und medienpädagogischem Wissen an pädagogische Fachkräfte und die damit einhergehende Verbesserung der Infrastruktur in den Einrichtungen zu bewirken, dass neue Medien Eingang in den Arbeitsalltag der Träger finden. Dabei geht es nicht darum, den bisher in den Einrichtungen praktizierten Lernformen neue Inhalte hinzuzufügen, etwa einen zusätzlichen Computerkurs oder den Internetführerschein, sondern Computer und Internet als Werkzeug in möglichst viele inhaltliche Zusammenhänge einzuführen. Die beabsichtigte Entwicklung lässt sich programmatisch umreißen mit der Entwicklung von der additiven zur integrierten Mediennutzung.

Unter "additiv" verstehen wir die Vermittlung medialer Inhalte in gesonderten Lernveranstaltungen und Räumen: EDV-Kursen, Computerräumen. Diese Form des Computerunterrichts ist mittlerweile wahrscheinlich bei allen Trägern realisiert. "Integrierte Mediennutzung" soll dagegen den Einsatz von PC und Internet als vollständig integrierte Unterrichtsmedien bezeichnen.

Die digitalen Medien und vor allem das Internet bieten schier unerschöpfliche Nutzungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Lernsituationen. Bereits mit einer minimalen technischen Ausstattung und etwas Fantasie lassen sich authentische Aufgaben in den Ausbildungs- oder Unterrichtsablauf integrieren, z.B. spontanes Suchen nach benötigten Informationen im Internet, Dokumentation von Arbeiten mit digitaler Kamera und PC, Aufbereiten von Lerninhalten mit einer Präsentationssoftware etc. Voraussetzungen für diese integrierte pädagogische Nutzung der neuen Medien ist die Flexibilisierung von zeitlichen, räumlichen und inhaltlichen Rahmenbedingungen.

Das Projekt setzte daher mit seiner Entwicklungsarbeit gleichzeitig an mehreren strategischen Punkten an:

  1. durch die Bereitstellung von Informationen im Internet und per Newsletter
  2. durch den Aufbau regionaler Netzwerke von Trägern und Akteuren der beruflichen Integrationsförderung
  3. durch die Publikation adaptionsfähiger Beispiele aus der Praxis
  4. durch ein internetgestütztes Fortbildungsangebot zu medientechnischen und medienpädagogischen Themen.

Als weitere Transferleistungen publizierte das Projekt drei Handreichungen und führte drei Fachtagungen für Fachkräfte und Entscheider/innen durch.