Definition Kompetenzen
Kompetenzen sind Verhaltensweisen, die dem Menschen zur Verfügung stehen und situationsabhängig angewendet werden. Kompetenzen sind deshalb lern- und trainierbar. (vgl. Hinsch/Pfingsten 14).
Von dieser Definition abgeleitet, bezeichnet die Kompetenzfeststellung die Anwendung von Verfahren, die geeignet sind Verhaltensweisen zu analysieren, die Menschen zur Bewältigung von Aufgaben in spezifischen Situationen anwenden.
- systematische Beobachtung
- fundierte (d. h. kontrolliert subjektive) Beurteilung
- differenzierte Dokumentation
- individuelle Rückmeldung.
Dem Modell der beruflichen Handlungskompetenz entsprechend, untersuchen Kompetenzfeststellungsverfahren in der beruflichen Integrationsförderung in erster Linie
Schlüsselkompetenzen:
- Personale Kompetenzen
- Soziale Kompetenzen
- Methodenkompetenzen.
Darüber hinaus können beruflich-fachliche Kompetenzen festgestellt werden. Mit Hilfe der Verhaltensbeobachtung oder über diese hinaus werden hier ggf. Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie Neigungen und Interessen für einen Beruf oder ein Berufsfeld untersucht.
Ressourcen – verstanden als Faktoren, die Menschen „einerseits intern zur Bewältigung verfügbar sind und die andererseits die Umwelt extern anbietet“ (Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes NRW 1999, 14) – können untersucht werden, um die Entwicklung der Kompetenzen im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.
Ziele
Die Kompetenzfeststellung im Rahmen der „Entwicklungsinitiative: Neue Förderstruktur...“ zielt darauf, Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken und somit die Chancen ihrer persönlichen und beruflichen Integration in die Gesellschaft zu verbessern. Die Feststellung von Kompetenzen und Potenzialen dient als Grundlage für eine fundierte individuelle Förder- und Qualifizierungsplanung.

