Aktuelles

FörMig

Am 1. September 2004 startete das fünfjährige Modellprogramm "Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund - FörMig" der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK).

Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen aus zugewanderten Familien eine bessere sprachliche Förderung zu bieten, um ihre Erfolgschancen an deutschen Schulen zu erhöhen. Das Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg hat als Programmträger die wissenschaftliche Begleitung übernommen.

Am Programm beteiligen sich folgende Bundesländer: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen sowie Schleswig-Holstein.

Das Modellprogramm zielt darauf, innovative Ansätze der Länder zur Optimierung von sprachlicher Bildung und Förderung (weiter) zu entwickeln, zu evaluieren, für einen Transfer guter Praxis zu sorgen sowie Ergebnisse für die Bildungsplanung bereitzustellen. Dabei liegt ein Hauptaugenmerk auf den Schnittstellen des Bildungswesens mit drei thematischen Schwerpunkten:
  1. Sprachförderung auf der Basis individueller Sprachstandsfeststellung
  2. Durchgängige Sprachförderung, sprachliche Bildung und Förderung im Deutschen, in den Herkunftssprachen und in den Fremdsprachen
  3. Berufsbildung und Übergang in den Beruf.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
http://www.blk-foermig.uni-hamburg.de/web/de/all/home/index.html

Bis 15. Januar 2007 Projektideen einreichen

Unter dem Titel "Beschäftigung, Bildung und Teilhabe vor Ort" wollen das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales arbeitsmarktbezogene Maßnahmen, zivilgesellschaftliche Strukturen und bürgerschaftliches Engagement in Städten und Gemeinden fördern und damit einen Beitrag zum Abbau von Fremdenfeindlichkeit leisten.

Die Förderrichtlinie richtet sich an Städte, Gemeinden und Gebietskörperschaften, an Arbeitsmarktakteure und an Institutionen des öffentlichen Lebens wie zum Beispiel Kirchen-, Synagogen- oder muslimische Gemeinden, an Gewerkschaften, Unternehmen, Schulen, Vereine und Bildungsträger. Interessierte Stellen sind aufgerufen, ihre Projektvorschläge bis zum 15. Januar 2007 einzureichen.

Zielgruppe sind Jugendliche, insbesondere auch Migrantinnen und Migranten, die einen besseren Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt erhalten sollen. Denn fehlende berufliche und gesellschaftliche Perspektiven führen zu sozialer Ausgrenzung, die oft Ursache für Fremdenfeindlichkeit ist. Weitere Schwerpunkte sind die Stärkung der lokalen Ökonomie, auch zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze, und die Förderung des Gemeinwesens in Städten und Gemeinden in ländlichen Gebieten.

Die Ausschreibung zum Programm kann auf den Internetseiten der beiden Ministerien (www.bmas.bund.de bzw. www.bmvbs.bund.de) sowie auf der Website des Bundesprogramms "XENOS - Leben und Arbeiten in Vielfalt" (www.xenos-de.de) eingesehen und abgerufen werden. Es gibt zwei Möglichkeiten der Antragstellung. Projektträger können entweder einen Antrag im Programmbereich "Soziale Stadt" oder im Rahmen des Programms "XENOS - Leben und Arbeiten in Vielfalt" stellen. Die Antragstellung kann auch online erfolgen.

Weitere Informationen unter:http://www.bmvbs.de/-,302.980091/Fuer-mehr-Beschaeftigung_-Bild.htm [15.12.2006]

Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung zur Integration junger Migrantinnen und Migranten

Bis zum 30. April 2007 können bei der Robert Bosch Stiftung Fördermittel für praxisbezogene, lokale und längerfristig ausgerichtete Projekte (bis zu 5.000 € für einen Zeitraum von ein bis zwei Jahren) beantragt werden, die der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Kindergarten, in der Schule und in der Freizeit dienen. Voraussetzung für die Bewilligung ist, dass Migrantinnen und Migranten selbst aktiv an der Planung und Durchführung beteiligt sind.

Informationen zum Programm und zu bisher geförderten Projekten finden Sie unter http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/4581.asp [13.12.2006]

Ergebnisse des BQF-Programms liegen vor

Am 13. und 14. November 2006 fand in Berlin die Abschlusstagung zum BMBF-Programm „Kompetenzen fördern – Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf (BQF-Programm) statt. Die Ergebnisse und Vorschläge aus dem Programm sind in einer sechsbändigen Schriftenreihe zusammengefasst. An dieser Stelle sei besonders auf Band III hingewiesen. Dieser enthält die Ergebnisse der Initiativstelle Berufliche Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten (IBQM) beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und beschreibt Modelle und Strategien zur Verbesserung der Bildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Aufgegriffen werden z.B. Themen wie interkulturelle Kompetenz und migrationssensible Kompetenzfeststellung und –entwicklung.

Die Broschüre wird zum Herunterladen angeboten unter
http://www.kompetenzen-foerdern.de/1403.php

Neues Förderprogramm des BMFSFJ

Ab 2007 fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Programm "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" innovative Projekte im präventiv-pädagogischen Bereich, die der Bewusstseinsbildung dienen und auf langfristige Wirkungseffekte ausgerichtet sind.

Insbesondere sollen lokale Aktionspläne in kommunaler Verantwortung gefördert, herausgehobene modellhafte Maßnahmen unterstützt sowie auf Bundesebene zusätzlich Orte zentraler gesellschaftlicher Kommunikation über Vielfalt und Toleranz geschaffen werden.

Inhaltliche Schwerpunkte sollen sein:
  • soziale Integration
  • interkulturelles Lernen / antirassistische Bildung
  • interreligiöses Lernen
  • kulturelle und geschichtliche Identität
  • Arbeit mit rechtsextremistisch gefährdeten Jugendlichen
  • Demokratie- und Toleranzerziehung.
Als Zielgruppen sind vorgesehen:
  • Jugendliche in strukturschwachen Regionen und Kommunen
  • Männliche Jugendliche aus „bildungsfernen“ Milieus mit Affinität zu Fremdenfeindlichkeit
  • Kinder und jüngere Jugendliche
  • Migrant/inn/en
  • Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen, Sozialpädagog/inn/en
  • Lokale einflussreiche und deutungsmächtige Akteursgruppen
  • Multiplikator/inn/en.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/kinder-und-jugend,did=87502.html [07.12.2006] sowie http://www.jugendstiftung-vielfalt.org/ [07.12.2006]