Praxismaterialien

Modellversuch MOVE Frankfurt

Die Beratungsstelle KUBI hat im Rahmen des MV MOVE in Frankfurt am Main ihre Teilnehmenden um eine Einschätzung des Angebots gebeten. Dazu wurde ein spezieller Fragebogen entwickelt. Auszüge aus den Antworten der befragten Jugendlichen sowie den Fragebogen selbst können Sie hier herunterladen.

Modellversuch NEW Hamburg

Das Berufsfortbildungswerk Hamburg führte von 2001-2005 im Rahmen der "Entwicklungsinitiative: Neue Förderstruktur für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf" eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme der Bundesagentur für Arbeit mit dem Titel "NEW – Neue Wege zur Ausbildung" durch.

Angeregt durch den Arbeitskreis "Migration" und mit Unterstützung einer Expertin entwickelte und erprobte der MV ein Programm für ein zweitägiges interkulturelles Training mit den Teilnehmenden der BvB. Ausschlaggebend dafür war die Erkenntnis, dass interkulturelle Kompetenzen in einer multikulturellen Gesellschaft und ihrem Arbeitsmarkt immer wichtiger werden und somit zu den so genannten Schlüsselqualifikationen gehören.

Eine ausführliche Beschreibung des Konzepts sowie der Erfahrungen des MV bei der Durchführung des Trainings können Sie hier herunterladen:

Modellversuch Köln

Im Rahmen des Modellversuchs Köln führte der IN VIA e.V. in Köln das Projekt „Sprachspiele“ durch. Aufgabe des Projektes war die Erarbeitung eines Theaterstückes, das an einem Theater der Stadt Köln oder einem freien Theater aufgeführt werden und der breiten Öffentlichkeit zugänglich sein sollte. Die Jugendlichen trugen für die gesamte Planung, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung des Projekts die Verantwortung. Dazu gehörten das Erstellen der Presseunterlagen, Catering, Bühnenbild, Kostüme, Maske u. a.

Im Rahmen der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme wurde eine Gruppe von 24 bis 26 Jugendlichen ausländischer Herkunft, die aufgrund besonderer Sprachschwierigkeiten den Umgang mit Sprache und ihren gezielten Einsatz erlernen sollten, für das Projekt ausgewählt.

Neben der Sprachförderung über die Methode des Theaterspiels wurden die Teilnehmenden in Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Parallel dazu hatten die Jugendlichen über die Arbeit im Theaterprojekt auch die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen Berufsfeldern vertraut zu machen.

Weitere Informationen können Sie dem Beitrag entnehmen, der hier zum Herunterladen zur Verfügung steht.

Modellversuch Rostock

Das Rostocker Trägerkonsortium hat im Rahmen der Modellversuchsreihe einen besonderen Schwerpunkt auf die Feststellung der sprachlichen Fähigkeiten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gelegt. Im Rahmen einer Erprobungsphase mit dem örtlichen Jugendmigrationsdienst sowie in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten der Hansestadt Rostock wurde eine zweistufige Testung entwickelt. Ziel dieser Testung war es, das erforderliche Anforderungs- und Leistungsniveau unter sprachlichen Gesichtspunkten bei Integration in eine BvB-Maßnahme abzubilden. Mit Hilfe der Testung soll sichergestellt werden, dass der Erfolg einer BvB nicht durch sprachliche Defizite verhindert oder im Sinne vorab bestehender beruflicher Orientierungen oder beruflicher Wunschrichtungen verfälscht wird. Die Absolvent/inn/en der Testung sollen zeigen, dass sie den Anforderungen einer BvB oder einer Ausbildung aus sprachlicher Sicht gewachsen sind. Es werden die fachspezifischen Grundanforderungen an die Sprachkompetenz und die Kommunikationsfähigkeit, nicht das kognitive Leistungsvermögen festgestellt. Neben dem B1- Test, der das allgemeinsprachliche Mindestniveau widerspiegelt und sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen orientiert, wird ein zusätzlicher Sprachstandsfeststellungstest durchgeführt, der spezielle sprachliche Anforderungen in BvB (berufsspezifischer Fachwortschatz) erfasst. Nach Abschluss der Erprobungsphase der zweistufigen Testung werden die ausgewerteten Ergebnisse einer Arbeitsgruppe, bestehend aus der Agentur für Arbeit Rostock, dem Hanse Jobcenter Rostock, der AFZ Schiffahrt und Hafen GmbH und der Arbeitsstelle Integrationsförderung für MigrantInnen der Hansestadt Rostock, präsentiert. Die in der Erprobungsphase ermittelten Sprachdefizite der Jugendlichen, die die Testung nicht bestanden haben, bilden die Grundlage für die Konzeption von differenzierten Vorschaltmodulen als Vorbereitung auf eine BvB.
Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die diese Testung nicht bestehen, soll zukünftig für einen Zeitraum von ca. 6 Monaten eine allgemeine und berufsbezogene Sprachförderung angeboten werden. Ob eine entsprechende Förderung im Rahmen von berufsvorbereitenden Maßnahmen nach SGB III erfolgt, ist im weiteren Prozess noch mit allen Beteiligten zu klären, ggf. werden modellhafte Lösungen über andere gesetzliche Grundlagen (z.B. des SGB II) erprobt.

Weiterführende Informationen: